Mit einem gesunden, gepflegten Gebiss fühlt man sich wohler und geht mit mehr Selbstvertrauen durch die Welt. Aber wussten Sie, dass die Verbindung zwischen Mundhygiene und allgemeinem Wohlbefinden wesentlich tiefer geht? Schlecht gepflegte Zähne und krankes Zahnfleisch können nicht nur die Ästhetik beeinträchtigen – sie haben einen direkten Einfluss auf das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und weitere chronische Leiden. In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen, wie genau die Zusammenhänge funktionieren und wie Sie durch sorgfältige Mundhygiene Ihren gesamten Organismus schützen können.
Unser Mund ist kein in sich geschlossenes System, sondern über Blutgefässe, das Lymphsystem und den Verdauungstrakt mit dem übrigen Körper verbunden. Daher gilt: Was im Mund passiert, bleibt nicht unbedingt im Mund.
Wenn sich beispielsweise aufgrund mangelnder Mundhygiene chronische Entzündungen im Zahnfleisch entwickeln (etwa bei einer Parodontitis), können in der Folge Keime über winzige Wunden im Gewebe in die Blutbahn gelangen. Von dort aus können sie die Gefässwände angreifen, sich im ganzen Körper verteilen und so systemische Entzündungsreaktionen auslösen. Gleichzeitig ist Parodontitis eine regelrechte Volkskrankheit: Etwa ein Drittel der Schweizer Bevölkerung ist davon betroffen – und oft bleibt die Erkrankung lange unerkannt.
Besonders gut erforscht sind die Zusammenhänge zwischen Parodontitis und Typ-2-Diabetes. Diese beiden Erkrankungen beeinflussen sich gegenseitig – die Forschung spricht von einer «bidirektionalen Beziehung».
Konkret bedeutet das: Menschen mit Diabetes haben ein bis zu dreimal höheres Risiko, an Parodontitis zu erkranken. Umgekehrt kann eine unbehandelte Parodontitis die Kontrolle des Diabetes erschweren, da eine akute Entzündung die Wirkung von Insulin beeinträchtigt.
Dabei muss allerdings auch beachtet werden, dass sich die Risikofaktoren für beide Erkrankungen zu einem grossen Teil überschneiden: Rauchen, Stress und Fehlernährung erhöhen sowohl das Parodontitis- als auch das Diabetesrisiko. Es ist also kein Zufall, dass beide häufig gemeinsam auftreten.
Auch hier gibt es starke Hinweise auf einen Zusammenhang. Durch Infektionen im Mund können Bakterien und ihre Stoffwechselprodukte in die Blutbahn gelangen und dort die Gefässwände vorzeitig altern lassen, wodurch sich diese verhärten und schneller durch Ablagerungen verengen. Dadurch wiederum ändert sich die Blutstromgeschwindigkeit – das belastet nicht nur das Herz stärker, die Ablagerungen können sich auch lösen und einen Herzinfarkt oder Schlaganfall auslösen.
In unserer Praxis in Zürich betrachten wir Mundgesundheit nie isoliert, sondern immer im Zusammenhang mit dem gesamten Organismus. Das beginnt bei der biologischen Zahnreinigung, die das Mikrobiom in der Mundhöhle schonend unterstützt, anstatt es mit aggressiven Mitteln aus dem Gleichgewicht zu bringen. Schliesslich ist eine gesunde Mundflora die erste Verteidigungslinie gegen Keime – und damit auch ein Schutz für den restlichen Körper.
Darüber hinaus kann etwa eine gezielte Nährstoffsupplementierung auf Basis einer umfassenden Analyse dafür sorgen, dass Ihr Immunsystem optimal aufgestellt ist. Denn auch ein Mangel an Nährstoffen wie etwa Vitamin D oder bestimmten Spurenelementen kann dafür sorgen, dass Ihr Körper Entzündungen nicht richtig bekämpfen kann.
Sie möchten wissen, wie es um Ihre individuelle Mundgesundheit steht? Und was das für Ihren Körper bedeutet? In unserer Praxis in Zürich nehmen wir uns gerne Zeit für eine ausführliche Untersuchung und Beratung. Get in touch – wir freuen uns auf Sie.